Managing the stepchallenge-challenge

Stepchallenge Wunderlist Einige kennen mich als Wunderlist-EvangeLIST (haha). Mit fast 40 aktiven Listen, derzeit rund 90 Tasks und mehreren tausend erledigten Aufgaben gehöre ich sicher zu denen, welche einen gewissen Platz in der Wunderlist-Datenbank beanspruchen.

Deshalb und wegen der zusätzlichen Features bin ich auch seit einiger Zeit Pro User. Wunderlist nutze ich primär geschäftlich bei Blogwerk und bisher eher sekundär für einige kleine Sideprojects. Mit stepchallenge.ch kam erstmals ein „etwas“ grösseres Projekt dazu. Jetzt wo seit Kurzem Wunderlist 3 auf dem Markt ist, wurde es Zeit, mal einen Beitrag über dieses fantastische Tool zu schreiben. Ein Erfahrungsbericht mit Tipps und Tricks.

Warum Wunderlist?

Erst müssen wir die Frage klären, warum ich überhaupt Wunderlist verwende und nicht eines der zig-Tausend anderen Todo-Tools. Die Antwort ist trivial: Weil ich Wunderlist mal ausprobierte und dabei geblieben bin. Weiterhin hat sich Wunderlist (per Zufall) in die Richtung entwickelt, die sich perfekt mit meiner Arbeitsweise deckt. Ich nutze Wunderlist lediglich zur technischen Projektleitung und zum aufbrechen von Programmierarbeiten in kleinere Schritte (Klingt Scrum-ähnlich, ist es auch, wie wir gleich sehen). Einkaufslisten etc. mache ich immer noch im Kopf oder von Hand.

Mittlerweile kann eine Aufgabe auch Unteraufgaben, Notizen, Kommentare und Anhänge haben und einzelne Aufgaben können Personen zugeordnet werden. Gerade bei den jüngsten Projekten wo ich mit anderen Entwicklern zusammenarbeitete stellte sich das als sehr sehr geile Collaboration Lösung für wenig Geld (oder gar kein Geld) heraus. Und: Mit Wunderlist arbeitet man gerne, weil es so wunderschön aussieht (Ja, pun intended).

Wie kriegt man mehrere Projekte in den Griff?

lists-stepchallengeFolgendes Problem: Zwei kleine Webseiten die ich für Bekannte umsetze, Stepchallenge und noch vier parallele Projekte bei Blogwerk. Da stösst Wunderlist an eine Grenze: Man kann Listen weder kategorisieren noch unterordnen oder labeln. Da mache ich es mir _wirklich_ einfach: Ich habe Listen, die aus Bindestrichen bestehen um „Listengruppen“ eines Projekts zu trennen. Das gibt eine saubere Übersicht, da ich – wie man sieht – gerade grössere Projekte gerne in mehrere Listen aufteile.

Man kann auf dem Bild erkennen: „Stories“ und „Sprint“ (Ja, sogar „Testing“!). Das sind übliche Listen, wenn es um Programmierarbeiten geht. Ich wende für mich allein natürlich nicht den sauberen Scrum Prozess an, ich mache nicht mal klassische Userstories, sondern führe einfach eine Liste mit grösseren Brocken an Features. Ist die Sprint Liste leer breche ich ein- oder zwei dieser Brocken in einzelne Tasks auf und arbeite diese in einem Sprint ab. Natürlich kommen währen eines Sprint laufend zusätzliche Tasks rein, wenn man etwas vergessen oder nicht bedacht hat. Wichtig ist: Wenn Probleme auftauchen, sofort einen Task erstellen damit es nicht am Ende vergessen geht. Wann das Problem gelöst wird ist meist zweitrangig. Ist ein Sprint durch, kommen die Tasks in ein Archiv, damit Kommentare, Notizen etc. später noch nachgelesen werden können).

Wichtig, gerade im geschäftlichen Umfeld: Ist ein Projekt abgeschlossen, erstelle ich eine neue Archivliste in der alle Tasks rein gehen und verschiebe die Liste für 2-3 Monate ganz nach unten. Aus den Augen aus dem Sinn. Nicht selten braucht man aber die eine oder andere Information nochmal, deshalb empfehle ich, abgeschlossene Dinge nicht sofort zu löschen.

Sonstige Listen

Bei Stepchallenge sieht man, es gibt durchaus noch weitere Listen. Etwa Bugs, Roadmap und – nicht ganz unwichtig – Finanzierung. Ich habe schon einige Horrorgeschichten von iOS-Entwicklern 10569984_1446646115609605_1340367070_ngelesen, die ein Jahr nicht arbeiteten um eine App zu bauen, dann kurz ein paar tausend Dollar verdienen und danach den Privatkonkurs anmeldeten. Glaubt mir wenn ich euch sage: Das kann und werde ich vermeiden indem ich weiterhin 90% angestellt bin. Das bremst die Entwicklungsgeschwindigkeit, ist aber, soweit ich das beurteilen kann, eine ganz gesunde Einstellung.

Bugtracking

Seit dem geschlossenen Beta-Test von Stepchallenge hat die Plattform etwa 40 Benutzer (Davon auch noch einige Bots, die v.a. für automatisiertes Testing auf der Plattform rumlungern). Ich hätte erwarten müssen, dass ich relativ schnell ziemlich viele Mails/Tweets mit Wünschen oder Bugs bekomme. Es waren dann sogar einige mehr als ich mir erhoffte, was schnell die Frage nach einem sauberen Bugtracking aufkommen liess. Also, noch einen weiteren Server mit Jira oder sowas aufsetzen? Ein Wiki? Zum Glück rettete mich die Ankündigung von Wunderlist 3 aus diesen Gedanken.

Ein neues Feature sind öffentliche Listen. Freigabe an andere Nutzer ging schon immer, doch nun gibt es Lese-Zugriff für die ganze Welt. Im Moment sieht man nur die Aufgaben-Beschreibung, aber noch keine Details – Der Hersteller versicherte mir aber, dass da noch haufenweise Einstellungen und Möglichkeiten kommen werden. Ich pokere jetzt mal darauf und nutze Wunderlist als minimalistischen Bugtracker und gebe hiermit folgende Listen frei:

  1. Bugs – Bekannte Probleme
  2. Stories – Zukünftige Features
  3. Sprint – Aktuell in Arbeit

Die Bugs hätten jeweils relativ lange Notizen, die sind aber öffentlich noch nicht einsehbar (ein Feature, das laut dem Hersteller geplant ist). Daher fehlt die relativ simple Beschreibung des Spam Problems :-). Wie auch immer: Wer Bugs meldet, schaut bitte vorher in die Liste der Bugs, ob es nicht schon erfasst wurde. Wer einen Wunsch hat oder etwas vermisst kann ja mal schauen, ob das nicht bereits in einer Story oder sogar schon in einem Sprint bereits in Arbeit ist. Meldung von Problemen erfolgt vorerst weiterhin über Twitter/Mail.

Die Erfahrung wird zeigen, ob das für den Moment reicht, oder ob am Ende doch noch ein „richtiger“ Bugtracker eingesetzt werden muss. Die Sprint Liste ist übrigens gerade leer, weil dieser Blogpost der letzte Eintrag war und nun die nächste Story eingeplant wird.

Update: Mittlerweile ist der aktuelle Sprint eingeplant :-).

Ein Gedanke zu “Managing the stepchallenge-challenge

  1. Hallo Michael,

    ich finde es wundervoll, wie du Wunderlist einsetzt. Wir benutzen intern zum bugtracken von Wunderlist natürlich auch Wunderlist. Daher haben wir noch ein paar #hashtags integriert und color-coded, um unseren Programmierern und QA Team die Arbeit zu erleichtern:
    #bug #Improvement #critical #in-qa #beta
    Probiere sie doch mal aus und lass uns wissen, ob sie dir weiterhelfen!

    Herzliche Grüße aus dem Wunderbüro,

    Arno Franz
    Wunderlist for Business Team

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